- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Copernicus Masters Ideenwettbewerb 2018


Copernicus-Daten zur Strafverfolgung von Umweltdelikten
Umweltdelikte wie illegale Bauten und Schutthalden oder ausgeflossenes Öl nehmen weltweit zu

- Anzeigen -





Erdbeobachtungssatelliten generieren jeden Tag enorme Datenmengen. Über das Copernicus-Programm sind diese Daten für jeden kostenlos verfügbar und schaffen Möglichkeiten, komplexe Herausforderungen - wie zum Beispiel Umweltkriminalität - zu lösen. CybELE wurde beim internationalen Ideenwettbewerb Copernicus Masters 2018 im Zuge der Preisverleihung am 4. Dezember in Marseille, Frankreich, zum Gesamtgewinner gewählt. Die Applikation bietet Anwaltskanzleien und Versicherungsunternehmen einen Zugriff auf Berichte zu Umweltdelikten. Umweltdelikte wie illegale Bauten und Schutthalden oder ausgeflossenes Öl nehmen weltweit zu. Global betrachtet, verursachten Umweltdelikte im Jahr 2016 einen geschätzten Schaden von 91 bis 258 Milliarden US-Dollar.

CybELE, der Gesamtgewinner des Copernicus Masters 2018, hat eine Lösung entwickelt, die Anwaltskanzleien und Versicherungsunternehmen schnellen Zugriff auf Berichte zu Umweltdelikten gewährt. Das Unternehmen sicherte sich den Gesamtgewinn des internationalen Ideenwettbewerbs, der Preise für innovative Lösungen für die kommerzielle und gesellschaftliche Nutzung von Erdbeobachtungsdaten vergibt.

CybELE (Cyber Environmental Law Enforcement) erweitert die Handlungsfähigkeit von Experten - insbesondere im privaten Sektor – bei Strafverfolgungen von Umweltdelikten. Das Unternehmen liefert einen schnellen Zugriff auf Berichte zu derartigen Straftaten, die je nach Vergehen auf einer Analyse der Satellitendaten von Sentinel -1, -2, -3 und -5 basieren. Diese Berichte können im Rahmen einer strafrechtlichen Verfolgung - wie Gerichtsverfahren oder Streitschlichtungen - genutzt werden. Sie sind eine wichtige Grundlage, um Verstöße gegen Umweltgesetze zu beweisen oder die Kosten von Umweltschäden zu bewerten. Damit sparen sich Unternehmen zeit- und kostenintensive Nachforschungen, die zur Stützung ihrer Rechtsfälle notwendig sind. Außerdem verbessern diese Berichte die Rechtssicherheit und stärken die umweltrechtlichen Forderungen von Anwaltskanzleien und Versicherungsunternehmen sowie deren Kunden.

"Copernicus ist der europäische Weg Richtung Zukunft! Es ist das ehrgeizigste Erdbeobachtungsprogramm, das bislang ins Leben gerufen wurde. Copernicus-Daten stehen wirklich jedem einzelnen Bürger dieser Welt kostenlos zur Verfügung", erläutert Dr. Josef Aschbacher, Direktor der ESA-Erdbeobachtungsprogramme, anlässlich der Preisverleihung in Marseille. "CybELE, der Gesamtgewinner des Copernicus Masters 2018, spiegelt das Potential wieder, das in der Nutzung von Sentinel-Daten liegt. Mit solchen Anwendungen fördert der Copernicus Masters die innovative Nutzung von Erdbeobachtungsdaten und macht das Copernicus-Programm neuen Benutzergruppen zugänglich."

16 weitere Challenge Gewinner wurden während der Preisverleihung von hochrangigen Vertretern von Institutionen wie der Europäischen Kommission, der europäischen Weltraumorganisation (ESA), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie aus der Industrie wie Airbus, Planet, BayWa AG, Astrosat Ltd., Satellite Applications Catapult Ltd. und AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen ausgezeichnet.

"Der Copernicus Masters unterstützt Unternehmen mit visionären Ideen, ihre Innovationen zu vermarkten", erläutert Thorsten Rudolph, CEO von AZO. "Wir sind stolz, dass immer mehr Startups bei der Kommerzialisierung von Erdbeobachtungsdiensten involviert sind. Seit der Copernicus Masters 2011 ins Leben gerufen wurde, haben knapp 3.500 Teilnehmer über 1.300 Geschäftsideen eingereicht und konnten von Preisgeldern im Gesamtwert von über 4,3 Millionen Euro profitieren. Wir sind zuversichtlich, dass diese Anzahl weiter zunehmen wird!"

Erdbeobachtung und Big Data beinhalten ein enormes Potenzial für die Entwicklung von modernen Produkten und Dienstleistungen. Der Copernicus Masters ist ein internationaler Wettbewerb, der Preise für innovative Lösungen für die kommerzielle und gesellschaftliche Nutzung von Erdbeobachtungsdaten vergibt. Die enge Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern sowie der Industrie und Regionen unterstützen die Entwicklung hochmoderner Produkte und Dienstleistungen für Europa auf globaler Ebene. Zudem fördert das von der EU-Kommission finanzierte Copernicus Accelerator Programm den individuellen Unternehmensausbau vieler Copernicus Masters Finalisten.

Die Preisverleihung des Copernicus Masters 2018 fand vor internationalem Publikum während der European Space Week in Marseille, Frankreich statt. Die Einreichungsphase für den Copernicus Masters im nächsten Jahr beginnt am 1. April 2019. (AZO: ra)

eingetragen: 30.12.18
Newsletterlauf: 15.02.19

AZO: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Unternehmen

  • EU Cybersecurity Act in Kraft

    Mit dem Cybersecurity Act tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

  • Urheber müssen angemessen kompensiert werden

    Der Digitalverband Bitkom hat sich mit den Verwertungsgesellschaften auf die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten geeinigt. Hersteller und Importeure zahlen für diese Produkte ab dem Jahr 2020 einen Betrag von 0,30 Euro. Für den Zeitraum davor beträgt der Abgabensatz für USB-Sticks und Speicherkarten mit einer Speicherkapazität bis einschließlich 8 GB nur 0,14 Euro. Bitkom-Mitglieder, die dem Gesamtvertrag bis Ende Juli 2019 beitreten, zahlen rückwirkend ab dem 1.7.2012 reduzierte Sätze. "Der jetzt beschlossene Gesamtvertrag ist ein gutes Ergebnis für alle Seiten. Die Unternehmen haben endlich Planungssicherheit", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Nicht zuletzt profitieren die Verbraucher durch niedrigere Preise." Ursprünglich hatten die Verwertungsgesellschaften eine Abgabe von bis zu 1,95 Euro je Speicherkarte und 1,56 Euro je USB-Stick gefordert.

  • Falsche und unnötige Einwilligungserklärungen

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. warnt vor mehr Bürokratie für kleine und mittelständische Unternehmen, sollte die bisherige Grenze zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten aufgeweicht werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und andere Bestimmungen seien weiterhin vollumfänglich zu erfüllen, auch ohne Datenschutzbeauftragten, sagte BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing am 2. Juni in Berlin. Bei einer Lockerung der Benennungspflicht würden bei kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachleute entfernt, die helfen, das Recht risikobasiert und angemessen umzusetzen. Ohne Datenschutzbeauftragte seien falsche und unnötige Einwilligungserklärungen, unsinnige Unterschriften zu allen möglichen Zwecken, untaugliche Verträge und überbordende Dokumentationen zu erwarten. "All das gab es seit dem Start der DSGVO am 25. Mai 2018 schon zuhauf", sagte Spaeing. Der vermeintliche Bürokratieabbau führe in Wahrheit zu einem schlechteren Datenschutz und mehr Bürokratie für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Verbraucher.

  • Fachwissen für DSGVO-Umsetzung nötig

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten in Deutschland (BvD) e.V. ist Initiator eines europäischen Dachverbands der Datenschutzbeauftragten, der sich am 7. Juni 2019 in Berlin gegründet hat. Gründungsmitglieder der European Federation of Data Protection Officers (EFDPO) sind neben dem BvD nationale Verbände für Datenschutzbeauftragte aus Österreich, Frankreich, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Griechenland und Liechtenstein. Hauptziel der Gründung ist es, die Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten miteinander zu vernetzen, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Interessen der in Brüssel zu vertreten. Dabei soll Datenschutz als Wettbewerbs- und Standortvorteil für Europa gestärkt werden. Arbeitssitz des neuen Verbandes ist Brüssel.

  • Geplante Änderungen aus dem HGB nicht ableitbar

    Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) übt in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an dem im Dezember 2018 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlichten Entwurf zur Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen im HGB ("IDW ERS BFA 7"). Pauschalwertberichtigungen sind von Kreditinstituten zu bilden, um das latente Kreditrisiko von Forderungen abzudecken. Im Kern verlangt das IDW nun, dass zukünftig die Berücksichtigung der noch nicht konkreten Kreditausfälle im HGB auf Basis von erwarteten Verlusten über die gesamte Kreditlaufzeit erfolgen soll. Die deutschen Banken und Sparkassen kritisieren, dass die geplante Methodik aus den handelsrechtlichen Vorschriften nicht ableitbar sei. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die gesetzlichen Grundlagen des HGB nicht geändert haben. "Das IDW tritt de facto als Regelsetzer auf, ohne jedoch ein entsprechendes Mandat hierfür zu haben", sagte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, der als diesjähriger Federführer für die DK spricht.