"Qualitätsorientierter Standard zur Selbstregulier


FEA legt Praxisleitfaden für die Aufsichtsratsarbeit vor
Als Spezifikation des Deutschen Instituts für Normung veröffentlicht

(29.01.16) - Die Financial Experts Association e.V. (FEA), Bremen, hat einen Praxisleitfaden für die Aufsichtsratsarbeit entwickelt, der jetzt als Spezifikation des Deutschen Instituts für Normung (DIN SPEC) veröffentlicht worden ist. Ziel des Leitfadens ist es, den Aufsichtsgremien von Kapitalgesellschaften und mittelständischen Unternehmen durch die Formulierung von Grundsätzen und Beschreibungen von praxiserprobten Vorgehensweisen als Orientierung zu dienen um somit die Gremienarbeit wirksamer und effizienter zu gestalten. Die Leitlinien, die sich auf acht Kernprozesse der Aufsichtsratsarbeit konzentrieren, sollen Aufsichtsorgane mit praktischen Hilfestellungen unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung leisten.

"Uns war wichtig, mit unserem Praxisleitfaden einen hohen Standard guter Aufsichtsratsarbeit zu entwickeln, um so zur qualitätsorientierten Selbstregulierung einen Beitrag zu leisten – und zusätzliche gesetzliche Vorgaben zu vermeiden. Damit unsere DIN SPEC möglichst große Verbreitung findet, haben wir uns entschieden, den Praxisleitfaden allen Interessierten kostenfrei anzubieten", betont Thorsten Grenz, Präsident des ersten deutschen Berufsverbandes für Finanzexperten im Aufsichtsrat. Bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung hätten bereits renommierte Beratungsunternehmen wie Kienbaum mitgeteilt, sich in ihrer Beratung an der DIN SPEC der FEA orientieren zu wollen. "Das begrüßen wir ausdrücklich", sagte Grenz.

Leitfaden setzt Standards
Der Leitfaden setzt Standards für die Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und der Jahresabschlussprüfung sowie die Überwachung der Planungen und Berichte des Vorstandes durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Ebenso enthält der Praxisleitfaden eine Standardisierung der Nominierungs- und Besetzungsprozesse von Aufsichtsrats- und Beiratsmitgliedern sowie Vorschläge zur Ermittlung der Vorstandsvergütung, zur regelmäßigen Durchführung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, zur Überwachung der internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme und für die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und interner Revision. Insgesamt haben daran über 20 FEA-Mitglieder mitgearbeitet. Fachlich begleitet wurde der erste Deutsche Standard für Aufsichtsräte und Aufsichtsgremien u.a. von Ernst & Young, KPMG, BDO, Towers Watson sowie Warth & Klein Grant Thornton. (FEA: ra)

FEA: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Bekämpfung von Korruptionsrisiken

    Der Vorstand der Internationalen Initiative zur Transparenz im Rohstoffsektor (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI) hat nach einem umfassenden Bewertungsverfahren die Arbeit der deutschen Multi-Stakeholder-Gruppe für sehr gut befunden.

  • Die USA verbieten Kaspersky-Software

    Der Verkauf von Kaspersky-Software an Unternehmen und Verbraucher in den USA wurde durch eine Entscheidung des US-Handelsministeriums vom 20. Juli 2024 an untersagt. Ab dem 29. September darf Kaspersky auch keine Updates mehr einspielen. Die Antiviren-Software wird dadurch weitgehend nutzlos gegen neu dazukommende Bedrohungen. Ab diesem Zeitpunkt ist auch der Weiterverkauf verboten.

  • Viele Optionen der Datenverarbeitung

    Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) sprach sich zur Eröffnung des Frühjahrskongresses des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. für eine frühzeitige Einbindung von Datenschutzbeauftragten und eine Weiterentwicklung von Privacy Enhancing Technologies für den Einsatz auch in kleinen und mittleren Unternehmen aus.

  • ESG-Berichterstattung als strategisches Muss

    Unternehmen stehen unter wachsendem Druck von Behörden, Mitarbeitern und Kunden, ihre Performance in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance = ESG) zu verbessern. Mit Hilfe von Intelligenter Automatisierung und einer ESG-Berichtssoftware können sie jedoch die Anforderungen in Angriff nehmen.

  • Neue "Allianz FÜR Vergaberecht" gegründet

    Gemeinsam mit 18 deutschen Wirtschaftsdachverbänden setzt sich Transparency Deutschland in der neu gegründeten "Allianz FÜR Vergaberecht" für die korrekte Anwendung der bestehenden vergaberechtlichen Grundsätze ein.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen